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Viele Nationen lernen unter einem Dach

Dies ist der Bericht zur interkullturellen Woche in Düren vom 30.09.2011.
Sieben Jugendliche des 10. Jahrgangsstufe wurden zum Thema "Zusammenleben von Deutschen und Migranten" befragt.

 

Leseprojekt

Düren. «Wenn nur bei einem einzigen Kind, dem ich vorlese, etwas ankommt, dann hat es sich schon gelohnt.» Dr. Hanne Vogt ist eine von 36 Vorlesepatinnen/ Paten der Stadt Düren und gehört zu denen, die regelmäßig mit den Kindern und Jugendlichen der Hauptschule «Burgauer Allee» in Düren zusammen arbeitet. «Unsere Kinder», so Stefan Wernerus», Leiter der Schule, «lesen leider sehr schlecht. Schlechter als früher. Häufig sind beide Eltern berufstätig, die Kinder verbringen unendlich viel Zeit vor Fernseher und Computer. Und da bleibt für ein Buch so gut wie überhaupt keine Zeit. Manche Kinder machen ihre einzigen Erfahrungen mit einem Buch hier an der Schule.» Dem wollten der Schulleiter und sein Kollegium Abhilfe schaffen und haben ein umfassendes Konzept zur Leseförderung an der Schule etabliert. «Die Vorlesepatinnen / Paten», so Stefan Wernerus, «sind ein Teil davon.» Die Schule hat darüber hinaus eine kleine Schülerbücherei eingerichtet und arbeitet eng mit der Kinder- und Jugendbücherei und einer Dürener Buchhandlung zusammen. Stefan Wernerus: «Über 80 Prozent unserer Schüler/ -innen sind Kinder mit Migrationshintergrund. Viele haben große Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache. Und auch da ist Lesen natürlich enorm wichtig.»

Dr. Hanne Vogt, die selbst auch als Autorin arbeitet, kommt gerne zum Vorlesen an die Hauptschule Burgauer Allee. Sie liest den jungen Leuten alles mögliche vor, manchmal werden auch gemeinsam Hörbücher gehört, manchmal schreiben die jungen Leute auch selber kurze Geschichten.«Wir fühlen uns hier an dieser Schule sehr erwünscht. Das liegt sicher auch daran, dass das die einzige Schule ist, die von sich aus an die Vorlesepatinnen / Paten herangetreten ist und nicht umgekehrt.» Klar weiß Hanne Vogt, dass man sich erst mal Gehör verlassen muss. Und manche der Jugendlichen der Klassen fünf bis sieben sind auch schwierig. «Ich hatte mal eine Gruppe, die redete eigentlich nur vom ersten Verliebtsein. Denen habe ich dann Liebesgedichte von Erich Fried vorgelesen. Und die Jugendlichen waren total begeistert. Man hätte die berühmte Stecknadel fallen hören können.»

Die Schüler/-innen, so Hanne Vogt, seien sehr neugierig. «Manchmal entwickeln sich auch tolle Diskussionen.» Und die Kinder? Die sind wirklich begeistert. «Fast alle», so Deutschlehrerin Christine Welker, die gemeinsam mit der Kollegin Dilek Gül das Projekt koordiniert, «melden sich, wenn es um einen Besuch mit den Vorlesepatinnen / Paten geht. Und das ist ja hier bei uns eine vollkommen freiwillige Sache für die Schüler.» «Es ist einfach toll, dass sich einer für uns Zeit nimmt», erklärt Julia Heinrichs (12), was ihr an den Besuchen der Vorlesepatinnen / Paten so gut gefällt. Und Seher Araz ergänzt: «Die Geschichten machen Spaß. Und es ist so schön ruhig beim Vorlesen. Das gefällt mir am besten.» Die Kinder haben zudem die Erfahrung gemacht, dass sie, seitdem die Vorlesepatinnen / Paten an ihre Schule kommen, immer häufiger auch selbst mal zu einem Buch greifen. Marco Kleinertz: «Ich will ja wissen, wie die Geschichten ausgehen. Und deswegen leihe ich mir die meisten Bücher dann aus und lese sie zu Hause zu Ende.»

Ein Satz, der Lehrerin Christine Welker ein Lächeln auf's Gesicht zaubert. «Das ist doch der beste Deutschunterricht», so die Pädagogin. «Es ist wirklich toll, dass es die Vorlesepatinnen / Paten gibt.» Übrigens freuen sich Schüler / -innen und Vorlesepatinnen / Paten schon auf eine ganz besondere Aktion. Demnächst soll nämlich an der Hauptschule «Burgauer Allee» eine Lesenacht stattfinden. Mit Büchern ohne Ende!

 

Auszeichnung

«Beispielhaft und vorbildlich verhalten»

In einer Zeremonie mit Schulministerin Sylvia Löhrmann sind Chems-Eddine Kabani, Lehrer an der Hauptschule St. Josef, und die Schüler Fabian Aydin, Mohommad Khalaf und Ziyacan Tozlu für ihre Rettungstat ausgezeichnet worden - neben 57 weitere Personen.

Auch der damalige Regierungspräsident Hans Peter Lindlar hatte den vier Dürenern bereits in einem Brief gedankt: «Sie haben sich durch Ihre couragierte, selbstlose Rettung eines Menschen, ohne dabei an eigenes Risiko zu denken, beispielhaft und vorbildlich verhalten.»

 

Nicht eine Sekunde gezögert



Düren. Manchmal bleibt überhaupt keine Zeit zum Nachdenken. Manchmal bleibt gerade genug Zeit, das Richtige zu tun, auch wenn Leib und Leben in Gefahr sind. Dafür entschieden haben sich Chems-Eddine Kabani, Lehrer an der Hauptschule St. Josef, und seine Schüler Fabian Aydin, Mohammad Khalaf und Ziyacan Tozlu - ohne eine Sekunde zu zögern. Weil sie einer schwangeren Frau das Leben gerettet haben, sind die Vier - wie berichtet - von Schulministerin Sylvia Löhrmann in Düsseldorf ausgezeichnet worden. Neben anderen engagierten Menschen.

Innerhalb weniger Sekunden

Doch zurück zum Anfang der Geschichte: Es ist der 7. Juni 2010, 23.30 Uhr, auf einer Autobahn nahe der französischen Stadt Nimes. Eine zehnte Klasse der Hauptschule befindet sich auf dem Rückweg von der Abschlussfahrt nach Lloret de Mar. Ganz unvermittelt springt ein junger Mann vor die Frontscheibe des Reisebusses. «Alle haben geschlafen», erinnert sich Fabian (17). «Auf einmal ruckelt der Bus, und wir nehmen zuerst an, dass ein Reifen geplatzt sein könnte.» In Wirklichkeit hat der junge Mann gerade auf der Straße Selbstmord begangen.

Durch den Aufprall gerät das Auto hinter dem Bus der Schüler/ -innen ins Schlingern, überschlägt sich und bleibt auf dem Dach liegen. Die Jugendlichen bleiben unverletzt. Alles geschieht innerhalb weniger Sekunden. Lehrer Kabani stürmt sofort nach draußen, um die Lage einzuschätzen. Die Frau im Unfallwagen ist schwanger, kann sich nicht aus eigener Kraft befreien. Rauch quillt aus dem Fahrzeug.

Kabani schafft es nicht allein, die Frau aus dem Wagen zu bergen. Er läuft zurück in den Bus, ruft nach Hilfe. Sofort schließen sich Fabian, Mohammad und Ziyacan ihrem Lehrer an. Mit vereinten Kräften gelingt es ihnen schließlich, eine Autoscheibe mit den Füßen zum Zerbersten zu bringen und die Schwangere herauszuziehen. Ziyacan (17) verletzt sich dabei am Knie, Mohammad (18) am Wadenbein. Ein Preis, den sie nur zu gerne zu zahlen bereit sind. Denn der Frau und ihrem ungeborenen Kind geschieht nichts.

Nach der Rettungsaktion verbringen die Dürener Schüler/-innen die Nacht in einer Turnhalle im nahegelegenen Nimes. «Wir sind vom Roten Kreuz wirklich gut versorgt worden», sagt Fabian. Den Schock, mit Tod und Schrecken konfrontiert worden zu sein, hat er wie die anderen auch ganz gut verarbeitet. Nur eine Sache kann Mohammad immer nicht so recht verstehen: «Viele Autos sind einfach vorbeigefahren, und an der Unfallstelle standen Leute, die nur gegafft haben.»

Während der ganzen Nacht und der Rückfahrt am nächsten Morgen stand Chems-Eddine Kabani im ständigen Kontakt mit Schulleiter Stefan Wernerus. Der wiederum beruhigte die Eltern der Schüler/-innen. Später nahm er die Rückkehrer an der Schule in Empfang. Er lobt sie: «Das ist eine hervorragende Leistung gewesen.» Wernerus schaltete später den schulpsychologischen Dienst und eine Mitarbeiterin der Trauma-Station im Birkesdorfer Krankenhaus ein, so dass die Jugendlichen ihre Erlebnisse in Einzel- oder Gruppengesprächen aufarbeiten konnten.

Ob er jemals Angst verspürt habe? Lehrer Kabani: «Ich hatte nur Angst um meine Schüler.»

 

Gar nicht einfach: Einstieg in den Beruf



Düren. Wenn ein Handwerkermeister einer Schülerin oder einem Schüler etwas sagt, «das wirkt viel besser, als wenn ich als Lehrer das sage». Diese Erfahrung hat Schulleiter Stefan Wernerus an der Gemeinschaftshauptschule St. Josef in Düren schon oft gemacht.
An dieser Schule gibt man sich besonders viel Mühe, Jungen und Mädchen ausbildungsreif zu machen. Dazu gehört ein ausgefeiltes System von Maßnahmen, die sogar noch greifen, wenn aus der Schülerin oder dem Schüler schon längst eine Auszubildende oder ein Auszubildender geworden ist.

Die Übergang von der Schule in die Arbeitswelt wird heutzutage fließend gestaltet. Noch während sie Schüler / -innen sind, bekommen Jungen und Mädchen Kontakt zu Firmen im Kreis Düren. Und hiesige Unternehmen sind bereit, sich für ihren Fachkräftenachwuchs schon vor Beginn der betrieblichen Ausbildung zu engagieren, wie bei den Vereinigten Industrieverbänden (VIV) Daniela Dühr mit vielen Beispielen belegen kann.

Seit 2005 kooperiert die GHS Burgauer Allee mit der Heimbach Group, wo unter anderem technische Textilien entwickelt und produziert werden. Von der Behandlung von Filz im Kunstunterricht, der ausführlichen Betriebsführung bis hin zum dreiwöchigen Praktikum ist für Hauptschüler bei Heimbach alles im Angebot. Beim Sozialwerk Dürener Christen lernen die Jugendlichen Handwerksberufe kennen.

Bei Heimbach kann eine Schülerin oder ein Schüler ein Jahr lang etwa jeden Donnerstag Erfahrungen mit der Arbeitswelt sammeln. Und: Das Unternehmen stellt sich und seine Eignungsfeststellungsverfahren in der Schule vor. Es gibt Praktika, bei denen es am Ende ein persönlichen Gutachten eines Meisters gibt, «was bei Bewerbungen nützlich ist».

Schulsozialarbeiter Reiner Mörkens ist kaum zu bremsen, wenn es um das Thema «Berufsorientierung» geht. «Wir wollen die Schüler/-innen berufsfähig machen», betonte er. Und: «Auf sich allein gestellt, würden sie das nicht schaffen.» Erstens würden den Kindern zuhause keine Kenntnisse mehr über den Beruf des Vaters vermittelt.

Zweitens hätten Eltern keine Zeit und manchmal auch kein Interesse mehr daran, ihre Kinder bei Vorstellungsgesprächen zu begleiten. Drittens sei «der Vitamin-B-Komplex» vollkommen weggebrochen. Über Beziehungen komme heute kein Hauptschüler/ -in mehr an einen Ausbildungsplatz. Und schließlich weiß Mörkens, «dass die Wertevermittlung nicht mehr funktioniert». Dass Eltern ihrem Nachwuchs nicht mehr klarmachen: Es ist verdammt wichtig, dass du zur Schule gehst, dass du da pünktlich bist, dass du dich benimmst.

2008 hat die Schule ein Berufsorientierungsbüro eröffnet, wo alles angeboten wird, «was das Elternhaus nicht mehr macht», so Wernerus. Erfolge in Form von begonnenen und durchgehaltenen Ausbildungen stellen sich ein.

«Wir zeigen ihnen, was auf sie zukommt», berichtet Rolf Hoffmann, Personalleiter bei der Gebr. Kufferath AG. Die Praktika seien für Schüler/-innen und Unternehmen eine gute Sache. Von zehn Kandidaten und Kandidatinnen bekommen im Durchschnitt zwei einen Ausbildungsplatz. Etwa die Hälfte aller Praktikanten und Praktikantinnen merke während des Praktikums, dass ein andere Beruf besser zu ihnen passt.

Hoffmann weist auf ein Problem hin. Die Anforderungen seien im Laufe der Jahre «durch die Lehrpläne der Landesregierung zu hoch geschraubt worden». Konkret: Der Stoff in der Berufsschule und die Prüfungen seien sehr schwer, und zwar überflüssigerweise. Es sei schwierig, so der GKD-Personalchef, «einen mittelmäßigen Hauptschüler da noch durchzubringen». Mit den überzogen hohen Berufsschul-Anforderungen «nehmen wir den mittelmäßig begabten Schülerinnen und Schülern die Perspektive».

Und Daniela Dühr von VIV fragt: Was es denn nütze, wenn ein Schüler/-inn in der Schule komplizierte Berechnungen lernt, «aber später im Beruf vergessen hat, wie ein Dreisatz funktioniert»? Das Dilemma der heutigen Schulausbildung sei, dass die Lerninhalte an den Anforderungen im Betrieb «komplett vorbeigehen». Genau deshalb sei Vernetzung wichtig.

 

Spendenübergabe des Lions Club Kreuzau Rureifel

Herr Berger - Präsident des Lions Club Kreuzau - Rureifel- überreichte dem Förderverein einen Scheck in Höhe von 1000,00€.
Der Scheck wurde vom Schulleiter der GHS St. Josef dankend entgegengenommen. Er betonte, dass der Geldbetrag sinnvoll für die Schülerinnen und Schüler für das Musikprojekt an der GHS St. Josef eingesetzt wird.

 

Spendenübergabe Round Table 61

Als eine seiner letzten offiziellen Amtshandlungen übergab Carsten Gropp, RT 61 Düren Präsident 2009/10, 500 Euro in Form eines überdimensionalen Schecks an die Dürener Hauptschule St. Josef. Reiner Mörkens (Schulsozialarbeiter, links), Manfred Grösgen (Mitglied der Schulleitung, 2. von rechts) sowie Olaf Niklas (Sportlehrer, rechts) nahmen die Spende dankbar entgegen. Mit dem Geld soll der Musikunterricht an der Schule ausgebaut werden. An der GHS Burgauer Allee lernen aktuell circa 360 Schüler aus über 20 Nationen.

 

Großes Engagement

Schülerinnen und Schüler der GHS St. Josef zeigen großes Engagement

Düren. Ein großes Engagement zeigten die Schülerinnen und Schüler der GHS St. Josef im Verlauf des letzten Schuljahres. Die Fußballmannschaft der Wettkampfklasse III spielte sich in das Finale um die Kreismeisterschaften der Schulen am 02.04.2009. Gegner waren hier die Schüler des Burgau Gymnasiums. Bei herrlichen äußeren Bedingungen fand auf dem Rasenplatz an der Kaufmännischen Schule ein packendes Finale statt, welches leider mit 1:5 verloren ging. Im Bereich Fußball war dies der größte Erfolg der vergangenen Jahre. Ein weiteres Highlight erlebten fünf Kinder der Chor AG. Sie kamen in den Genuss, zwei Musiktitel im Tonstudio zu produzieren. Die Klassenlehrerin Frau Prost – Meindl machte dies möglich. Im PM Tonstudio in Nörvenich nahmen die Kinder jeweils einen Titel von „Bisou“ und einen Titel von „Camp Rock“ professionell auf. Schnell wich das Lampenfieber und die Mädchen gaben ihr Bestes. Das Ergebnis war sensationell! Voller Stolz wurde das Ergebnis am nächsten Tag der Schulleitung und der Klasse präsentiert. Außerdem bereicherten diese und eine weitere Chorgruppe sowie eine Hip Hop Tanzgruppe erstmalig die Kinderkulturtage der Stadt Düren am 17.05. im Willy Brandt Park. Der Auftritt der ersten Chorgruppe löste bereits wahre Begeisterungsstürme aus. Schnell war das Publikum auf ihrer Seite. Anschließend betraten die Hip Hop’er die Bühne. Cool und professionell absolvierten sie ihren Auftritt und zogen die Zuschauer in ihren Bann. Abschließend fand der Auftritt der zweiten Chorgruppe statt. Ihnen gelang es, die Zuhörer zu animieren. Auch ihr Auftritt war eine sensationelle Leistung. Alle Schülerinnen trugen zum positiven Erscheinungsbild der GHS St. Josef bei.

 

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